Reiseziel
Schutzgebiet der Phoenixinseln
Das Schutzgebiet der Phoenixinseln ist ein rund 408.250 km² großes Meeres- und Landgebiet im zentralen Pazifik. Es umfasst abgelegene Atolle, Riffinseln, Lagunen, Tiefseeebenen und mindestens 14 Unterwasserberge. Hier leben große Bestände von Korallenfischen, Haien, Schildkröten, Meeressäugern und Seevogelkolonien.
Beste Reisezeit
Eine gewöhnliche Tourismussaison gibt es nicht; Besuche sind selten und hängen von Genehmigung, Schiff, Treibstoff, Wetter und Naturschutzauflagen ab. Von November bis April können in Kiribati starke Winde, hohe Wellen und Überschwemmungen auftreten, doch der Ozean bleibt ganzjährig unberechenbar. Planung ist nur nach schriftlicher Bestätigung der zuständigen Verwaltung möglich.
Sehenswürdigkeiten und Aktivitäten
Für die Öffentlichkeit stehen Forschungsberichte, Karten und UNESCO-Materialien zur Verfügung. Vor Ort können genehmigte Expeditionen Seevögel, Korallenriffe, Haie, Mantas und Schildkröten beobachten, Monitoring betreiben und auf Kanton nach bewilligtem Programm arbeiten. Fischerei, Sammeln von Organismen, Landungen und Drohneneinsatz benötigen Sondergenehmigungen oder sind verboten.
Praktische Tipps
Eine Expedition muss vollständig autark sein: Satellitenkommunikation, Wasser- und Treibstoffreserven, medizinische Ausrüstung, Notfallplan und Evakuierungsversicherung sind unerlässlich. Halten Sie strenge Biosicherheit ein, schleppen Sie keine Samen oder Tiere ein, stören Sie keine Brutplätze und nehmen Sie sämtlichen Abfall mit. Kommunikation und medizinische Hilfe auf den Außeninseln sind äußerst begrenzt.
Anreise und Fortbewegung
Regelmäßigen Personenverkehr zu den Phoenixinseln gibt es nicht. Der Zugang erfolgt nur mit speziell ausgerüsteten Expeditions- oder Forschungsschiffen; einzelne Einsätze können Charterflüge und zusätzliche Genehmigungen erfordern. Route, Landungen, Ankerplätze und Ausweichpläne müssen vor der Abfahrt abgestimmt sein.
Unterkunft
Gewöhnliche Hotels oder Resorts existieren nicht. Teilnehmende genehmigter Expeditionen wohnen auf dem Schiff oder in vorher bewilligter Feldinfrastruktur auf Kanton. Rechnen Sie nicht mit Geschäften, Strom, Kommunikation oder Notunterkünften; Ausrüstung und Redundanzen müssen mitgeführt werden.
Essen und Spezialitäten
Öffentliche Gastronomie und lokale Versorgung fehlen nahezu vollständig. Lebensmittel und sicheres Wasser werden von der Expedition mitgebracht, Abfälle wieder ausgeführt. Entnehmen Sie ohne Sondergenehmigung keine Fische, Muscheln, Vögel, Eier, Kokoskrabben oder andere Ressourcen; der Schutzstatus hat Vorrang.