Reiseziel
Nationalpark Guadeloupe
Der Nationalpark Guadeloupe schützt die feuchten Wälder von Basse-Terre, das Vulkanmassiv La Soufrière, Flüsse, Wasserfälle, Mangroven und Meeresökosysteme des Archipels. Waldwege führen durch Baumfarne und epiphytenreiche Vegetation, während der Carbet-Fluss drei bekannte Wasserfälle bildet. Das Wetter in den Bergen wechselt rasch, weshalb der Park als echtes Naturgebiet und nicht wie eine städtische Sehenswürdigkeit geplant werden sollte.
Beste Reisezeit
Von Dezember bis April fällt meist weniger Regen, wodurch Wanderungen besser planbar sind, obwohl Nebel und Schauer in den Bergen jederzeit möglich bleiben. In der feuchteren Jahreszeit ist der Wald besonders üppig und die Wasserfälle führen mehr Wasser, doch Wege werden rutschig, Flüsse können rasch anschwellen und die Sicht nimmt ab. Starten Sie früh und prüfen Sie morgens den Zustand der Wege.
Sehenswürdigkeiten und Aktivitäten
Besuchen Sie den zweiten Carbet-Wasserfall, fahren Sie über die bewaldete Route de la Traversée und halten Sie an der Cascade aux Écrevisses. Für eine anspruchsvollere Tour eignen sich Wege im Massiv La Soufrière, wobei aktuelle Sperrzonen an Fumarolen und Kratern strikt zu beachten sind. An der Küste setzt sich der Park in Mangroven- und Meeresgebieten des Grand Cul-de-Sac Marin fort, die sich am besten mit einem zugelassenen örtlichen Guide erkunden lassen.
Praktische Tipps
Tropischer Regen kann plötzlich einsetzen, und Bäche sowie Flüsse können sehr schnell anschwellen. Tragen Sie griffige Schuhe, nehmen Sie Regenschutz, Wasser und ein geladenes Telefon mit, queren Sie keine reißenden Wasserläufe und überschreiten Sie keine Sperren an La Soufrière. Abfall, Pflanzenentnahme und Feuer außerhalb ausgewiesener Plätze sind zu vermeiden.
Anreise und Fortbewegung
Die wichtigsten Landgebiete liegen auf Basse-Terre. Zur Route de la Traversée gelangt man am bequemsten mit dem Mietwagen von Pointe-à-Pitre oder den Küstenorten, zu den Carbet-Wasserfällen über die D4 und zu den Wegen an La Soufrière über Saint-Claude und Bains Jaunes. Öffentliche Verbindungen zu abgelegenen Ausgangspunkten sind begrenzt, daher sind Mietwagen oder organisierte Touren praktischer.
Unterkunft
Saint-Claude eignet sich für frühe Starts an La Soufrière, Capesterre-Belle-Eau für die Carbet-Wasserfälle sowie Pointe-Noire und Bouillante für die Westküste und Meeresgebiete. Wer Natur mit Restaurants und Stränden verbinden möchte, wählt eine Unterkunft auf Basse-Terre und plant einzelne Tagesausflüge.
Essen und Spezialitäten
Probieren Sie Kabeljau-Accras, Bokit, Colombo mit Fleisch oder Fisch, geräuchertes Boucané-Huhn, tropische Früchte und Kokosdesserts. An der Küste werden häufig Dorade, Thunfisch, Languste und Gerichte mit kreolischen Gewürzen angeboten.