Reiseziel

Avignon

Land: Frankreich Aktualisiert:

Avignon eignet sich für mehrere entspannte Spaziergänge: vom Papstpalast an die Rhône, vom Kunstmuseum zum Markt und zu kleinen Plätzen. Für einen ersten Besuch schlagen wir zwei volle Tage in der Stadt und einen dritten für die Umgebung vor. Diese redaktionelle Route lässt sich um eine Theateraufführung oder eine ausgewählte Ausstellung herum verändern. Nutzen Sie Avignon nicht ausschließlich als Übernachtungsort zwischen Ausflügen in die Provence. Halten Sie wenigstens einen Abend frei von Transfers: Kehren Sie auf einen Lieblingsplatz zurück, wählen Sie ein Restaurant nach der Karte und vergleichen Sie die Stadt am Morgen mit ihrer Atmosphäre nach dem Tagesprogramm.

Avignon
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Beste Reisezeit

Für eine Reise zu Fuß würden wir Frühling oder frühen Herbst wählen und vor der Abfahrt den Wetterbericht prüfen. Steht Theater im Mittelpunkt, richten Sie sich nach dem veröffentlichten Festivalprogramm: Das Theaterleben im Juli ist ein eigener Reiseanlass. Stimmen Sie Unterkunft und Eintrittskarten aufeinander ab, einschließlich Spielort und Ende der Vorstellung.

Im Sommer würden wir Spaziergänge auf Morgen und Abend verteilen. Im Winter passen Außenbesichtigungen besser ins Tageslicht. Ein Museum darf dann der Schwerpunkt des Tages sein, statt erst am Ende als zufälliger Zusatz eingeplant zu werden.

Sehenswürdigkeiten und Aktivitäten

Reservieren Sie am ersten Tag einen eigenen Vormittagsblock für den Papstpalast. Nach dem Mittagessen empfehlen wir den Garten auf dem Rocher des Doms mit Blick auf Rhône und Stadt. Anschließend geht es zum Pont Saint-Bénézet hinunter. Vergleichen Sie die Ticketvarianten vorher: Palast, Gärten und Brücke sind nicht in jeder Kombination enthalten.

Beginnen Sie Tag zwei in Les Halles, dem überdachten Markt, der dienstags bis sonntags vormittags geöffnet ist. Danach bietet sich die Rue des Teinturiers mit ihren Wasserrädern und ein Rückweg durch kleinere Straßen an. Am Nachmittag kann das Petit Palais mit mittelalterlicher Kunst und Renaissancewerken das Programm ergänzen.

Den dritten Tag würden wir für die Insel Barthelasse oder einen einzelnen geplanten Ausflug freihalten. Verbinden Sie nicht mehrere weit entfernte Ziele allein deshalb, weil sie auf derselben Provencekarte stehen. Bei wenig Zeit lässt sich der zusätzliche Tag vollständig streichen, während die ersten beiden ihren angenehmen Rhythmus behalten.

Praktische Tipps

Der Palast hat viele Treppen. Wer eine Route mit weniger Stufen benötigt, sollte den Betreiber vorher kontaktieren: Ein angepasstes Besuchsangebot erfordert eine Reservierung. Der Palast weist außerdem darauf hin, dass die Räume weder beheizt noch klimatisiert werden. Wählen Sie die Kleidung entsprechend der Jahreszeit.

Für die Stadt empfehlen wir Schuhe mit gutem Halt und leichtes Gepäck. Schreiben Sie vor dem Kauf eines Gesamtpasses auf, welche Einrichtungen Sie wirklich besuchen möchten. Vergleichen Sie deren Einzelkarten, Buchungsbedingungen und tatsächliche Öffnungstage, nicht nur die Anzahl der beworbenen Sehenswürdigkeiten. Lassen Sie zwischen zwei gebuchten Besuchen genug Zeit für den Weg und eine Pause.

Anreise und Fortbewegung

Unterscheiden Sie Avignon Centre und Avignon TGV. Der erste Bahnhof liegt am historischen Zentrum, der zweite außerhalb; beide sind durch Regionalzüge des TER verbunden. Prüfen Sie Zielbahnhof und Umstiege auf Ihrem Ticket besonders bei einer späten Ankunft.

Für eine Anreise mit dem Flugzeug nennt das Tourismusbüro Marseille, Nîmes und Montpellier als nahe Möglichkeiten. Wir würden die gesamte Strecke bis zur Unterkunft vergleichen, nicht nur den Flugpreis. Bei einer Autofahrt wählen Sie vorher einen offiziellen Parkplatz oder eine Park-and-ride-Anlage und klären den letzten Abschnitt zur Adresse. Die Spaziergänge im Zentrum lassen sich ohne ständige Rückkehr zum Auto besser gestalten.

Unterkunft

Für zwei Tage würden wir Unterkünfte innerhalb der Stadtmauern vergleichen, anhand der Fußwege zu Palast, Markt und Bahnhof Centre. Bei häufigen Zugausflügen verdient der Weg zum Bahnhof besondere Aufmerksamkeit. Ein Viertelname ersetzt nicht die Prüfung der konkreten Adresse und des Eingangs.

Fragen Sie während des Festivals nach Straßengeräuschen, Zimmerausrichtung und spätem Zurückkommen. Mit einem Auto sollten Sie wissen, wo der Stellplatz tatsächlich liegt und ob vorher Gepäck ausgeladen werden kann. Für einen kurzen Besuch würden wir eine günstige Lage einem größeren Zimmer fernab der geplanten Wege vorziehen.

Essen und Spezialitäten

Les Halles bietet einen guten Einstieg in die regionalen Produkte: Stellen Sie an den Ständen ein kleines Mittagessen oder einen Einkauf nach dem saisonalen Angebot zusammen. In den örtlichen Süßwarengeschäften finden sich Papalines, Calissons und Nougat. Kleine Mengen lassen verschiedene Geschmacksrichtungen vergleichen, ohne alles auf einmal probieren zu müssen.

Unser Rat ist, Zutaten der Füllungen zu erfragen, besonders wenn Sie Alkohol oder Nüsse vermeiden. Klären Sie vor der Bestellung den Portionspreis. Als Mitbringsel eignen sich Produkte mit verständlichen Lagerhinweisen; am Abend bleibt dann Raum für ein normales Restaurantessen ohne enges Museumsprogramm.

Offizielle Quellen